8. Monatsmeeting 2020

Christoph Zindel - bis September 2020 Präsident des CC Chur - und der amtierende Präsident Jürg Marguth besuchten uns am Donnerstag 1. Oktober 2020 anlässlich des Monatsmeetings. Sie brachten uns mit interessanten Ausführungen den Curlingsport näher.
 
In GR hat es 24 Clubs. Gespielt wird meistens outdoor. Curlinghallen sind nur wenige vorhanden
Curling wurde 1511 in Stirling / Schottland erstmals erwähnt
Ein Stein wiegt 19.98 kg und ist aus Granit - schwerster je gespielter Stein war 58.5 kg
In Kanada sind nicht selten bis 10'000 Zuschauer an einem Curlinganlass. In der Schweiz meistens nur Spieler, Angehörige und Staff


Für die Ansicht der Präsentation im PDF-Format hier anklicken
 
Der Referent ist ein begeisterter Curlingspieler und führte aus, wie er 2004 mit 3 Kollegen zusammen anfing Curling zu spielen. An einem Geschäftsanlass beschlossen sie, in Wildhaus einen Curlingkurs zu besuchen mit dem Ziel einmal an einer Olympiade teilzunehmen. Bevorzugter Austragungsort Bahrain. Sie mussten jedoch bald einsehen, dass sie für eine Teilnahme an der Olympiade bereits zu alt waren. Auch Curling ist ein Spitzensport und wer nicht in jungen Jahren damit beginnt, ist chancenlos um an die Weltspitze zu gelangen. Ein Highlight in ihrer Karriere war der sog. "Spaghetticup" in Splügen bei 22 Grad Celsius unter 0.


Der Curlingsport ist ein ausgesprochener Teamsport. Insbesondere sind Konzentration, Genauigkeit, Teamgeist und Taktik gefordert. Zentrales Element ist das Handshake zum Zeichen der Fairness und Freundschaft. Wie dies in Coronazeiten gelöst wird, haben wir nicht erfahren. Das Siegerteam lädt nach dem Spiel jeweils den Verlierer zu einem Aperos ein. In der Regel wird dem Verliererteam pro Spiel mindestens 1 Stein / Satz zugestanden. Das heisst sog. Kanterniederlagen wie im Fussball und Eishockey sind verpönt. Es ist Ehrensache, dass beim Berühren eines Steines dieser aus dem Spiel genommen wird. Bei knappen Entscheidungen über den Sieg besprechen die beiden Skips (Teamleader) miteinander, wer gewonnen hat. Nur in Zweifelsfällen misst ein Schiedsrichter ab.
 
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